Gesundheit

Gesundheit Hüftgelenksdysplasie ( Abkürzung HD) Es gibt fast nichts Schlimmeres für einen Hundebesitzer, als dass er erfahren muss, dass sein Liebling HD hat. Da gibt es nichts zu verharmlosen. Hüftgelenksdysplasie ist auch heute noch ein sehr wichtiges Thema. Betroffen sind nicht nur die großen Rassen, sondern auch die kleinwüchsigen Rassen. Um so schlimmer, dass gerade bei den kleinen Rassen so gut wie kein Augenmerk darauf gerichtet wird. Ist der Bewegungsapparat betroffen, summieren sich die Probleme. Was tun bei einem Hund von (mindestens) 30 kg Gewicht, wenn er nicht mehr richtig laufen kann und unbedingt zum Tierarzt muss? Da ist guter Rat teuer und Hilfe oftmals fern. Zu allererst hat dies natürlich nichts mit HD zu tun. Doch haben Sie schon einmal erlebt wie es ist, wenn ein Hund sich quält und nicht mehr laufen kann? Natürlich muss HD nicht immer der einzige Grund sein. Natürlich ist nicht unbedingt der Züchter schuld, wenn HD trotzdem irgendwann die niederschmetternde Diagnose ist. Da ist es doch besser zu wissen, dass der Züchter Ihres Vertrauens zumindest darauf geachtet hat, dass nicht nur seine eigenen Zuchttiere auf HD geröntgt wurden, sondern dass vielleicht auch in der Ahnenreihe so viele HD-freie Hunde wie möglich auftauchen! Bei diesem Kriterium beginnt bereits das Problem. Was nützt einem eine Auswertung eines (salopp ausgedrückt) Tierarztes „um die Ecke“, der sich fachlich nicht wirklich mit HD-Auswertungen auskennt. Sie nützt einem so gut wie gar nichts. Das hat nichts damit zu tun, dass der Tierarzt vielleicht sein Geschäft nicht versteht. Er hat nur nicht die Erfahrung mit der Auswertung von HD-Aufnahmen. Wer sich hautnah jeden Tag mit Hunden beschäftigt, sieht leider vieles, was traurig ist und wo Verbesserungen notwendig wären. Unser Verein züchtet bereits seit 1994 nur noch mit Zuchttieren, die HD-frei und HD-fast normal sind. Das war vor allem mir persönlich sehr wichtig, denn mein damaliger Hund war mit HD-leicht ausgewertet worden. Schon damals war ich mir nicht sicher, ob diese Tatsache nicht irgendwann zu einem großen Problem werden würde, was sich auch später bestätigte. Seitdem bin ich großer Verfechter dafür, nur mit HD-frei und HD-fast normal zu züchten. Im Laufe all dieser Jahre seit 1994 zeigte sich, dass es viele Züchter gibt, die genau die gleiche Meinung haben und denen sehr daran gelegen ist, in Sachen HD unerbittlich zu sein, auch dann, wenn es finanzielle Einbußen für sie bedeutet! Leider haben nicht alle Züchter diese Einsicht, doch wir haben selbstverständlich nur Einfluss auf jene, die sich uns anschließen und die der Meinung sind, dass es sinnvoll ist, sich uns anzuschließen. Es muss leider auch angeprangert werden, dass es auch in der heutigen Zeit noch nicht möglich ist, repräsentative Zahlen zum Problem HD mitzuteilen. Besser wäre es, jeder „einfache“ Hundebesitzer, der einen Welpen bei einem Züchter kauft und Spaß mit seinem Hund haben will, wäre ebenfalls der Überzeugung, seinen Hund auch röntgen zu lassen. Je mehr Hunde auf HD ausgewertet werden, umso besser lässt sich einiges für die zukünftige Zucht vermuten. Natürlich lässt sich sagen, dass das Problem Hüftgelenkdysplasie nicht unbedingt nur auf Vererbung zurückzuführen ist. Sicher spielen auch Umwelteinflüsse eine Rolle wie falsche Fütterung oder Überfütterung. Jedes Gramm zu viel geht zu Lasten der noch weichen Knochen und Knorpel und des unfertigen Sehnen-Band-Apparates. Ebenso eine körperliche Überbean- spruchung in der Wachstumsphase, z.B. wenn der Hund zu jung körperlich überfordert wird, wie durch unnatürliches Hochspringen, um dann in die Gelenke stauchend auf der Erde zu landen, ebenso verhält es sich mit dem Hinunterrennen von Treppen, was im ersten halben Lebensjahr tabu sein sollte. Umso wichtiger erscheint dabei, dass alle Zuchthunde auf HD geröntgt werden sollen. Immerhin lässt sich für unseren Verein sagen, dass wir seit dem Jahre 2002 über die offizielle Auswertungsstelle des VDH in Deutschland, die GRSK (Frau Dr. Viefhues) auswerten lassen. Sicher stellen die uns vorliegenden Zahlen keine repräsentativen Zahlen dar, dazu ist die Zahl der ausgewerteten Hunde zu klein. Um als repräsentativ gelten zu können, müssten mindestens 80 % der Nachkommen unserer Zuchthunde ausgewertet sein, doch dazu fehlt vielen Welpenkäufern noch das Verständnis oder die Einsicht. Zudem lassen wir Auswertungen nur für Mitglieder zu, doch auch dafür ist gesorgt: Interessierte Hundebesitzer sollten sich mit ihrem Züchter in Verbindung setzen und dieser tritt in Vorlage für eine Röntgenuntersuchung und lässt die Aufnahme unter seinem Namen auswerten. Näheres erfahren Sie bei Ihrem Züchter! Wie bereits vorher erwähnt, ist nicht jeder Tierarzt wirklich gut in der Befunderhebung eines Hüftgelenkes. Unsere Auswertungsstelle der GRSK gewährleistet zum einen, dass der Röntgentierarzt nicht zugleich auch der Ersteller der Röntgenaufnahme ist, somit werden Manipulationen von vorneherein ausgeschlossen. Im Übrigen besitzt die Auswertungsstelle Dr. Viefhues den Status einer GERICHTLICH ANERKANNTEN AUSWERTUNGSSTELLE! Dort gefertigte Befunde werden weltweit von allen relevanten Vereinen anerkannt und akzeptiert (auch von der FCI). Eine Gewährleistung für wissenschaftliche und zukunftsorientierte Arbeit der GRSK ist zudem, dass immer die neuesten Erkenntnisse in die aktuelle Arbeit einbezogen werden.

Die Schweregrade der HD sind:

HD-frei (A1, A2) = für unsere Zucht erlaubt,    

HD-fast normal (B1, B2) = für unsere Zucht erlaubt,                           

HD-leicht (C1, C2) = nicht für unsere Zucht erlaubt,  

HD-mittel (D1, D2) = nicht für unsere Zucht erlaubt,                        

HD-schwer (E1, E2) = nicht für unsere Zucht erlaubt.    

Einen Sonderstatus für Auswertungen erhält hier niemand und leider gab es auch in unserem Verein schon Hunde, die mit HD-leicht, HD-mittel oder sogar HD-schwer ausgewertet waren. Dies war zwar selten der Fall, doch es ist auch bei uns schon vorgekommen. Wobei sich nicht sagen lässt, wo die „Schuld“ liegt, denn so etwas kommt überall vor. Möglicherweise ist das Problem größer, wenn relativ unbekannte Linien eingekreuzt werden, vor allem dann, wenn zum einen kein richtiger Informationsfluss über HD bei Vorfahren besteht oder zum anderen die Auswertungsstellen eher zweifelhaft sind. So etwas bringt niemanden weiter und wir können nur an die Züchter von Weißen Schäferhunden immer wieder appellieren, doch ihre Hunde auch bei der GRSK auswerten zu lassen, ganz gleich, ob Sie uns nun angehören oder nicht. Das Interesse an den Hunden und an deren Besitzern, die nachher mit dem Leid leben müssen, sollte das erste Anliegen sein, nicht die Zugehörigkeit zu einem x-beliebigen Verein! Audiometrie In den letzten Jahren wurde innerhalb der Rasse Weißer Schäferhunde in seltenen Fällen eine einseitige wie auch beidseitige Taubheit festgestellt. Bisher kann nicht sicher bewiesen werden, ob es sich hierbei um eine „Erbkrankheit“ oder evtl. Umwelteinflüsse handelt. Unser Verein hat schnell reagiert und als einziger Verein seinen Züchtern die Kostenübernahme der Untersuchung auf Gehörlosigkeit (Audiometrie) zugesagt. Einige unsere Züchter haben dieses Angebot angenommen und den jetzigen Zahlen nach zu urteilen scheint es kein Problem in der Rasse Weißer Schäferhunde zu sein. Sehr vereinzelt sind in manchen Würfen Welpen gefallen, die eine temporäre „Kopfschiefhaltung“ zeigten. Die Audiometrie solcher Welpen hingegen attestierte in allen Fällen eine einseitige Taubheit. Die bisher vereinzelt betroffenen Hunde zeigten bis ins hohe Alter keine Beeinträchtigung in der Gesundheit. Vestibularsyndrom Die einseitige Taubheit ist ohne die entsprechende Untersuchung „Audiometrie“ nicht feststellbar, Verdachtsmomente können evtl. sein, daß ein Welpe nicht orten kann, woher der „Schall“ kommt. Beispiel: Der Hund wird so gerufen, daß er das Herrchen oder Frauchen nicht sehen kann. Hat der Hund bei diesem Versuch öfters Ortungsschwierigkeiten (evtl. Kopf zur Seite drehen, evtl. 2Runden im Kreis um die eigene Achse drehen) bevor er kommt, könnte (muß nicht) es ein Hinweis auf einseitige Taubheit sein. Selbstverständlich sind Hunde mit diagnostizierter Ein- bzw. Beidseitiger Taubheit von der Zucht ausgeschlossen. Speiseröhrenerweiterung - Megaösophagus Vereinzelt tritt in der Rasse Weißer Schäferhunde die angeborene Speiseröhrenerweiterung auf. Unsere Züchter sind eingehend über die Symptome dieser Erbkrankheit informiert und somit in der Lage ggf. die ersten Anzeichen bei den Weißen Schäferhund Welpen richtig zu deuten und ggf. durch Röntgen mit Kontrastmittel beim Tierarzt abklären zu lassen. Betroffene Welpen werden auffällig durch häufiges Erbrechen nach der Futteraufnahme, was wiederum ein geringeres Körpergewicht gegenüber den Geschwistern zur Folge haben kann. Durch das häufige Erbrechen kann Futter in die Atemwege gelangen, und somit als „Nebenerscheinung“ der Speiseröhrenerweiterung auch eine Lungenentzündung diagnostiziert werden. Für Fragen zu diesem heiklen Thema stehen unseren Züchtern, insbesondere den Anfängern in der Rasse, die Geschäftsstelle und das Zuchtbuchamt für Rückfragen zur Verfügung. Die Züchter unseres Vereines schätzen es sehr, daß evtl. aufgetretene und gemeldete Erbfehler nicht dazu benutzt werden die Züchter in der Öffentlichkeit an den Pranger zu stellen wie in anderen Vereinen schon mehrmals geschehen (diverse Forumsbeiträge). Nur der vertrauliche Umgang mit Erbfehlern führt dazu, daß Züchter auch weiterhin Erbfehler melden, was wiederum dabei hilft wichtige Erkenntnisse zur Bekämpfung zu erlangen. Die Ausprägung der Speiseröhrenerweiterung (Megaesophagus) kann verschieden schwere Ausprägungen zeigen. Welpen mit einer Schweren Form werden auf Anraten des Tierarztes bereits beim Züchter eingeschläfert. Während sich leichtere Formen oftmals auswachsen und dem Hund lebenslang keine Schwierigkeiten bereiten. Wichtig ist allerdings immer, daß der Züchter keinesfalls einen Welpen mit schwerer Form an unwissende Käufer abgibt. Aus Zuchthygienischen Gründen sollte kein Welpe mit Speiseröhrenerweiterung in die Zucht gelangen. Züchter betroffener Würfe werden vom Zuchtbuchamt dahingehend beraten, möglichst keinen Welpen aus einem betroffenen Wurf zur Zucht aufzustellen. Auch wenn der betreffende Welpe selbst gesund ist, ist die Wahrscheinlichkeit, daß er rezessiv ein Gen dafür trägt vermutlich höher als bei einem Welpen aus einem gesunden Wurf. In jedem Falle raten wir unseren Züchtern, die selbe Kombination der Zuchtpartner nicht erneut vorzunehmen Bei der Wahl der Zuchtpartner ist das Zuchtbuchamt gerne behilflich, damit möglichst wenig gemeinsame Vorfahren der vorausgegangen Anpaarung enthalten sind:

3 - Jahresimpfung Neue EU-Tollwutverordnung,

3-Jahres-Impfstoff: http://www.haustierimpfungen.de

Buchempfehlung zum Thema Haustierimpfungen, "Hunde impfen mit Verstand" http://www.haustiere-impfen-mit-verstand.de/