2013 Das Jahr der Veränderungen


2013 – Das Jahr der Veränderungen

 

Eigentlich war 2012 das entscheidende Jahr für eine Neuerung in unserem Verein. Die Zuchtkommission unseres Vereins arbeitet seit ihrem Bestehen daran, unsere Vorschriften für die Anforderungen an die Zucht von Weissen Schweizer Schäferhunden ständig zu verbessern. Wir führen damit eine Tradition fort, der wir uns bereits seit der Gründung des Vereins verschrieben hatten. Ein Meilenstein in dieser Beziehung war der Ausschluss von Hunden, deren Hüften mit HD-leicht attestiert wurden – und das war im Jahre 1994!

 

Seitdem ist nahezu eine Dekade ins Land gegangen. Mittlerweile sind sicher auch die meisten Welpenkäufer davon überzeugt, dass nur eine Zucht mit HD-freien und HD-fast normalen Tieren (die Unterscheide sind minimal) sinnvoll sein kann. Doch im Laufe der Jahre stellt sich immer wieder die Frage, wo bleibt das Wesen der Hunde? Im Großen und Ganzen waren und sind auf Ausstellungen immer nur Hunde zu sehen, die vom Wesen her in Ordnung sind. Im Laufe der Zeit mehrten sich jedoch die Befürchtungen, dass damit schon einmal etwas freizügig umgegangen wird. So fand die Zuchtkommission unseres Vereins eine – wie wir fanden – akzeptable Lösung und beschloss 2012, dass nur noch Hunde zur Zucht zugelassen werden, die mindestens eine Ausstellungsbewertung auf einer unserer Ausstellungen vorweisen können. Die neue Regelung sollte ab dem 1.6.2013 Gültigkeit haben, die Jahreshauptversammlung 2012 stimmte ebenfalls darüber ab und nahm den Antrag der Zuchtkommission einstimmig an.

 

Umso unverständlicher war, dass – je näher der Termin 1.6.13 rückte, einige wenige Mitglieder diese Regelung plötzlich nicht mehr befürworten wollten. Wobei diese im Jahre 2012 ebenfalls „Ja“ zur neuen Regelung gesagt hatten. Eines unserer Mitglieder brachte bei unserer diesjährigen Jahreshauptversammlung im Spätsommer einige Anträge ein, die unter anderem die neue Regelung,  ein Ausstellungsergebnis unseres Vereins für eine Zuchtzulassung vorweisen zu müssen, wieder rückgangig zu machen (weitere Anträge befassten sich mit HD-Auswertungen und deren Zulassung durch normale Tierärzte, mit der Zulassung von Fremdrüden, um die Vorgehensweise und notwendigen Unterlagen zur Zuchttauglichkeitszulassung und um gewisse Interna mit der Vorgehensweise zu HD-Auswertungen). Wegen bestimmter interner Regelungen konnte über alle Anträge nicht abgestimmt werden. Zusätzlich ergaben sich Meinungsverschiedenheiten, die den Verein, wenn auch nicht in zwei Lager spalteten, denn dazu waren zu wenige Mitglieder anwesend, die zutage brachten, dass die Meinungen einiger Personen des Präsidiums und auch langjähriger Züchter auseinander gingen. Auf jener Versammlung wurde nichts geändert oder zurückgenommen.

Im Verlaufe der folgenden Wochen sind einige Mitglieder aus unserem Verein ausgetreten. Es ist jedoch grundsätzlich zu sagen, dass es sich hauptsächlich um Mitglieder handelte, die ohnehin seit langen Jahren nicht aktiv am Vereinsgeschehen beteiligt waren bzw. um einige doch bekanntere Züchter. Davon waren zwei Züchter, die im Jahr mehrere Würfe hatten, hinzu eine Zuchtstätte, die sich in den letzten Jahren eher auf das Bereitstellen von Deckrüden als auf das Züchten selbst konzentrierte und ein paar Züchter, die nur einen Wurf je Jahr hatten. Dass die Besitzer von dazugehörigen Deckrüden ebenfalls in einem solchen Fall austreten, ist oft der Fall.

Es liegt uns fern, die Handlungsweise gewisser Personen hier öffentlich zu machen oder sie zu kritisieren. Wir sind der Meinung, dass jemand, der mit den Anforderungen eines Vereins nicht mitgehen kann, mag oder will, durchaus das Recht hat, sich anders zu orientieren. Wir sind jedenfalls gewillt, unseren Weg weiter zu gehen. Das heißt für uns, dass wir vor allem Wert auf das Wesen der Hunde legen. Es muss doch legitim sein, von Mitgliedern verlangen zu dürfen, dass wir die zukünftigen Zuchthunde einmal in der Öffentlichkeit sehen dürfen! Wir haben schon längere Zeit ein Manko darin gesehen, dass manche Hunde nie auf Ausstellungen gezeigt wurden. Zudem sind wir überzeugt davon, dass es für die Zukunft wichtig sein wird, sich nicht immer darauf zu verlegen, allseits bekannt und gern gesehene Deckrüden für die Zucht zu nehmen. Wenn immer nur ein bestimmter Rüde zum Einsatz kommt, besteht irgendwann tatsächlich die Not, laut nach Fremdblut zu schreien, weil der betreffende Rüde in allen Abstammungen vorkommt. Der Einsatz von Fremdrüden ist für unsere Züchter nach wie vor erlaubt. Bitte erkundigen Sie sich beim Zuchtbuchamt, sofern Sie eine Frage dazu haben.

 

 

 

 

Wir sehen auf jeden Fall für uns in Zukunft Eines: Wir möchten keine Verschleierungstaktik. Es soll ein Bedürfnis bei allen Liebhabern unserer Rasse dafür geweckt werden, die Zucht gesunder Hunde zu unterstützen. Unsere Hunde sind unsere Schutzbefohlenen. Der Weisse Schäferhund ist außerdem ein sehr intelligenter und treuer Kamerad. Wenn er gesund ist, freut sich der Mensch. Das Wichtigste ist es, einen möglichst langen Weg zusammen gehen zu können, damit wir alle Freude haben, unsere Hunde mit uns und wir mit unseren Hunden!

 

Mit einem positiven Blick für die Zukunft grüßt Sie Ihr

1.Weisse Schäferhunde e.V. Einheit (1.WS e.V. Einheit)

©1.Weisse Schäferhunde e.V. Einheit 2014