1.WS e.V. EINHEIT - ZUCHTVEREIN FÜR WEISSE SCHÄFERHUNDE

National

Seit vor langen Jahren ein einziger weißer Rüde (Zwitserse Witte Herder) aus den Niederlanden beim AKC registriert wurde (er war zu dieser Zeit schon längst kastriert gewesen), träumen viele Besitzer von weißen Schäferhunden davon, ihre Hunde dort registrieren zu lassen. Dies ist aber nicht möglich. Auch dieses Jahre wurde wieder versucht, einige WSS beim AKC registrieren zu lassen, u.a. aus Holland, Deutschland und Schweden, doch alle Versuche wurden abgewiesen. Aufgrund der Bestimmungen des AKC ist dies auch verständlich.       

          

 

Vereine für Weisse Schweizer Schäferhunde in Deutschland

 

Seit der Anerkennung durch die FCI 2003 hat sich einiges in der Welt der Weissen Schweizer Schäferhunde getan. Ob dies nun immer zum Vorteil ist, ist fraglich. Zum einen haben sich in Deutschland im Jahre 2003 zwei Vereine dem VDH angeschlossen (BVWS und RWS). Wir erinnern uns, bereits 1989 gelang der GWS in der Schweiz unter damaliger Führung von Jürg Epprecht der große Coup und die Gesellschaft für weiße Schäferhunde wurde in die SKG, das Schweizer Mitglied der FCI, aufgenommen (die FCI hat in jedem der ihr angeschlossenen Länder nur einen Hundeverein, der Mitglied ist). Mitte der 90er Jahre gab es Bestrebungen aus dem Nachbarland Holland, die weißen Schäferhunde als eigene Rasse in die FCI aufzunehmen (jahrelange Versuche der holländischen Vereine, die dem Raad van Beheer op Kynologisch Gebied in Nederland angeschlossen waren, schlugen letztendlich wegen fehlender Einigkeit und Konkurrenzdenkens fehl). Unter Schweizer Patronat, so lässt sich durchaus sagen, wurden schließlich Arbeitsgruppen gebildet, die jene erforderlichen Blutlinien suchen sollten, welche maßgeblich über eine Aufnahme einer neuen Rasse in die FCI entscheiden. Ganz einfach war dies nicht. Unter der Leitung von Gabi Frei-Dora, der damaligen Präsidentin der Schweizer GWS, beteiligten sich verschiedene Personen an dieser Suche. Die größte Datenbank hatte damals sicher Birgit Stoll aus Deutschland, die zu dieser Zeit noch Mitglied im 1.Weisse Schäferhunde e.V. Einheit war. Manchmal ist unermüdliches Sammeln von einzelnen Katalogen und ähnlichem Material doch sehr hilfreich. So konnte ich ebenfalls dazu beitragen, dass viele Abstammungen verfolgt werden konnten. Vie Bakker aus Holland hat diese Arbeit auch unterstützt. Nachdem Gabi Frei-Dora und Birgit Stoll den realistischen Ansatz lieferten und alles nochmals kontrolliert wurde, konnte Gabi Frei der Schweizer SKG endlich die notwendigen Blutlinien präsentieren. In der Zwischenzeit wurden Frau Stoll und ich beim VDH vorständig und legten als erste dem Geschäftsführer des VDH tatsächliche und realistische Zahlen über die Häufigkeit von Würfen im Laufe von Jahren, sowie der bisher gezüchteten Hunde in Deutschland, vor (berücksichtigt wurden dabei nicht nur Würfe aus den so genannten Spezialvereinen, sondern auch – soweit bekannt – von allgemeinen Rassehundevereinen, zu denen Birgit Stoll gute Kontakte hatte.

 

Es lässt sich in der Rückschau sagen, dass seitens der FCI große Unterstützung geboten wurde, die weißen Schäferhunde auch bei der FCI anzuerkennen. Als wir seinerzeit (2003) in die Schweiz eingeladen wurden, um der offiziellen Bekanntgabe beizuwohnen, war dies für uns ein kleines Dankeschön. Alle Beteiligten hatten ehrenamtlich an der Anerkennung mitgewirkt. Es war interessant, im Rahmen der Internationalen Hundeausstellung 2002 in St. Gallen zu sehen, wie die FCI vorgeht. Anna Winkler und ich waren vom 1.WS e.V. Einheit anwesend. Natürlich waren wir nicht zu den internen Sitzungen der FCI geladen, konnten aber das anschließende Bankett sogar am Tisch des FCI-Präsidiums genießen. Die endgültige Entscheidung über den Rassenamen wurde an diesem Abend gefällt und der Name „Berger Blanc Suisse“ (in der Übersetzung: Weisse Schweizer Schäferhunde) wurde offiziell beim Bankett verkündet.

 

Kurze Zeit später ergab sich, dass der RWS als erster deutscher Verein durch Unterstützung vom mittlerweile verstorbenen Dieter Modl aus Österreich den Antrag auf Aufnahme in den deutschen VDH stellte. Einige Zeit später folgte der BVWS mit einem Aufnahmeantrag. Zu dieser Zeit hatten sich die Mitglieder des 1.Weisse Schäferhunde e.V. Einheit bereits dafür ausgesprochen, nicht in den VDH eintreten zu wollen. In der Rückschau lässt sich sagen, sicher haben die meisten derer, die trotzdem an der Registrierveranstaltung des VDH teilnahmen (ich war ebenfalls anwesend) dies aus rein finanziellen Erwägungen getan. Fast alle unserer damaligen Mitglieder verblieben im Verein und züchteten weiter im 1.WS e.V. Einheit. Was sich dann im Hintergrund tat, wurde wissentlich verschwiegen. Da wurde ein Rüde, der ohnehin schon oft belegt hatte, in Italien zur FCI angemeldet (das italienische FCI-Mitglied heißt ENCI). Wohlweislich wurde verschwiegen, dass dieser Rüde farbige Vorfahren hatte – obwohl deutlich von der SKG-Schweiz schon vorher mitgeteilt wurde und im Reglement zu lesen war, dass die Rasse als eigenständige Rasse geführt werden wird und sich von den Deutschen Schäferhunden abgrenzt. Deutsche Schäferhunde sollten unmissverständlich nicht in die Zucht. Durch Vorlage einer (neu angeforderten) AKC-Ahnentafel OHNE Fellfarben wurde niemand damit konfrontiert, dass es sich zum Teil um „Deutsche Schäferhunde“ handelte, die farbig waren. Hunde die beim VDH registriert worden waren, konnten nun zur Zucht innerhalb der FCI eingesetzt werden. Auch dann, wenn der Besitzer nicht im VDH züchtet. Dies ist eine schöne Hintertür. Vorne herum wird auf die FCI geschimpft, hinten herum werden die Deckgebühren einkassiert. Das waren keine Einzelfälle im übrigen. Bei Ausstellungen wurden Titel eingeheimst, mit denen dann in allgemeinen Rassehundevereinen oder bei uns Werbung betrieben wurde. Später wurden trotz der Vorgabe, keine DSH (oder „GSD“ - aus USA und Kanada) für die Zucht zu verwenden, diesbezügliche Hunde aus Übersee importiert, wobei vor allem ein Rüde namens „Surefire Obi Wan Kinobi“ beträchtlich oft als Deckrüde eingesetzt wurde. Anm.: Züchter aus unserem Verein haben ebenfalls des öfteren Hunde aus Übersee für die Zucht importiert. Für unseren Verein war es niemals eine Frage, dass wir keine diesbezügliche Begrenzung machen wollten, denn für uns (die wir nicht Mitglied in der FCI sind) ist die Vielfalt von Rassetieren immer noch maßgeblich, wobei auch wir ausdrücklich fordern, wie in unseren Zuchtrichtlinien festgesetzt, dass die Elterntiere ALLER Zuchttiere weiß zu sein haben!

 

Unser Verein hat sich all die Jahre darum bemüht, die Hunderasse der Weissen Schweizer Schäferhunde zu unterstützen. Natürlich ist es irgendwo nicht einzusehen, wieso immer wieder Linienzucht betrieben wird. Doch woher neue Blutlinien bekommen? Mittlerweile ist es aussichtslos geworden. Selbst aus den USA kommen immer wieder nur Tiere, die auf die bekannten Tiere (seit 1980) zurückgehen. Verfolgen Sie die Ahnentafeln weiter zurück, dann finden Sie immer die selben Hunde. Vor allem Moses Laczer von Tasz ist sehr oft vertreten. Doch wo immer Sie forschen, Sie finden Sherman's, von Finn, Hoofprint, Tumbledown, Regalwise, Royal, Stafford's, Cloverly u.v.m. Falco von Finn gehörte zu dieser Zeit (Anfang der 90er Jahre) Italo Drube, der Vorsitzender des SPV, später des DZV war. Der erste Züchter der Rasse, Martin Faustmann, unser Vereinsgründer, hatte die ersten Tiere nach Deutschland importiert. Champion von Kron, der in den meisten Ahnentafeln zu finden ist, Rani von Finn (die aus USA in die Schweiz gekommen war, und die Faustmann später kaufte, danach importierte Faustmann in Gemeinschaft mit Familie Gembus einige Tiere aus dem Zwinger von Sherman's in Michigan, USA. Die Pioniere der Weissen Schäferhunde waren ohnehin Agatha Burch, eine Schweizerin, die in den USA, in Nevada, lebte und von dort den berühmten Rüden Lobo White Burch mit in die Schweiz nahm. Sie importierte später noch White Lilac of Blinkbonny auf Empfehlung von Elisabeth Mach, einer Schweizer FCI-Richterin. An dieser Stelle soll auch Ole Riberholt nicht vergessen werden, von dem Zuchttiere zu den Anfangszeiten in die Zucht kamen, die er aus Hawaii, USA, importiert hatte.

 

Jedenfalls ist es so, wer lange genug in den Ahnenreihen unserer Hunde sucht, findet irgendwann unweigerlich immer wieder die gleichen Tiere. Moses Laczar von Tasz, Sherman's Weiss Schnee Bear, Natacha Cole, sie wurde Ende der 80er Jahre von Regina Streich aus den USA nach Deutschland mitgenommen und später in den Zwinger von Ronanke verkauft. Natacha Cole bestach durch ihr außergewöhnlich gutes Wesen, welches sie an viele ihrer Nachkommen weitergab. Die Tiere von damals hießen von Finn, Hoofprint, Cloverly's, Royal, Tumbledown, Regalwise, Ve-Lin's u.v.m. Heute sind es zum größten Teil andere Zwingernamen, Importe, die vor allem nach Frankreich gingen, wie Stafford's, Royal, Tumbledown, Leonberg, Eclipse. Manche züchten nicht mehr, dennoch kommen immer wieder neue hinzu. Oft vertreten ist mittlerweile Surefire, Kerstone, Polarbear, deren Kontakte nach Frankreich, nach Deutschland, Holland und bis nach Finnland reichen. Hunde wurden nach Übersee gebracht, machten die Runde durch Europa, ich bitte Sie, was für eine Hundehaltung ist denn das? Ein Tier wird nur noch verladen und verschickt, zum Decken irgendwohin gestellt und dann weitergereicht. Pfui! Ein Deckrüde machte die Runde durch halb Europa und die Besitzerin brüstete sich auf ihrer Homepage auch noch groß, dass er die Blutlinien Europa's aufgefrischt habe und nun auch noch in den USA einen Wurf produzieren würde. Mittlerweile ist der arme Hund verstorben. Er ist sogar alt geworden, jedenfalls älter als 12 Jahre. Doch wenn das Hundehaltung ist, dann sollte sich die Verantwortliche lieber aus allem zurückziehen, denn damit hat sie Unheil genug angerichtet.

 

Es wurden im Laufe der Jahrzehnte immer wieder Hunde importiert. Aus Schweden zum Beispiel. Leider gehen diese oft auf Hochzuchtlinien des Deutschen Schäferhundes zurück. Wer das feststellt, sollte ein Auge auf Erbfehler werfen. Viele amerikanische Hunde (im übrigen auch Rani von Finn) stammten von der Osnabrücker Landlinie des SV ab. Ein besonders krasses Beispiel sind meiner Meinung nach auch die Exporte mancher holländischen Züchter die Hunde nach Südafrika verkaufen, um später deren Nachkommen wieder einzuführen. Leider ist es immer noch nicht möglich, Hunde aus anderen Ländern beim AKC registrieren zu lassen. Es gibt zwar in der Tat einen einzigen Weissen Schäferhund, der beim AKC registriert ist, einen Rüden aus dem holländischen Zwinger „Old Ambts Special“, dieser war jedoch schon kastriert als er eingetragen wurde(siehe oben). Danach ist bis zum heutigen Tag niemals wieder eine Eintragung eines Weissen Schweizer Schäferhundes außerhalb von Amerika erfolgt. Alle Hunde, die bis dato in die USA versendet wurden, wurden beim UKC und beim WWKC eingetragen. Diese haben den gleichen Status wie in Deutschland die Allgemeinen Rassehundevereine. Zwar deckt der VDH möglicherweise immer noch nur 25 % des Hundewesens hier in Deutschland. Jedoch verteilen sich die anderen 75 % auf allgemeine Rassehundevereine. Von diesen gibt es bis dato keine Gesamtliste. Die Anzahl dieser Vereine ist absolut unüberschaubar, sodass sich gut denken lässt, dass Allgemeine Rassehundevereine zumeist recht kleine Vereine sein dürften. Bis auf den IRV, der immer ein großer Verein war, zahlenmäßig vor vielleicht zehn Jahren eingeschrumpft ist, jedoch bestimmt immer noch einen großen Verein darstellt.

 

Doch wie sind die Weissen Schweizer Schäferhunde organisiert? Unseres Wissens nach gibt es nämlich nur noch zwei so genannte Spezialvereine. Das sind zum ersten der 1.Weisse Schäferhunde e.V. Einheit (1.WS e.V. Einheit) und zum zweiten der WSR-Deutschland. Es gibt zwar weitere Vereine, die sich als Züchter Weisser Schweizer Schäferhunde bezeichnen, was sachlich durchaus korrekt sein dürfte. Diese sind jedoch nach unseren Informationen ALLE Allgemeinen Rassehundevereinen angeschlossen! Nun sind diese zahlenmäßig ebenfalls nicht gerade als leuchtendes Beispiel zu nennen – und schon gar nicht als „angesehener Verband“. Versprengte konnten sich mit ihren Zielen und Vorstellungen nicht durchsetzen. Sicher steckt auch bei einzelnen Personen die Motivation dahinter, sich nicht weiteren Vorgaben aussetzen zu wollen und diesen folgen zu müssen. Ein Verein unseres Formats legt schon seit vielen Jahren wert auf ausreichende Gesundheitsatteste für jeden einzelnen Zuchthund. Wir legen Wert auf die Einhaltung des Standards (wir haben diesen vor vielen Jahren von der FCI übernommen, seither jedoch nicht geändert). Bei uns gibt es keine Gefälligkeits-ZTP (Zuchttauglichkeitsprüfung). Wir legen Wert auf die Einhaltung unserer Satzungen und Ordnungen. Was vor allem wichtig ist, wir entscheiden alles gemeinsam! Manche Personen scheinen das in der Vergangenheit verwechselt zu haben. Es gibt immer wieder Menschen, die den einen gewähren lassen, den anderen nicht. Bei uns werden Sie dies nicht finden. Wir behandeln jeden gleich. So lange sich an die Satzungen und Ordnungen gehalten wird.

 

Ganz besonders erschreckend finden wir in diesem Zusammenhang die Fakten über einige Fälschungen von HD- und ED-Ergebnissen. Wer soll noch Vertrauen in die Zucht der Weissen Schweizer Schäferhunde haben, wenn sich wieder Elemente breitmachen, die einfach die Auswertung des eigenen Tierarztes nehmen, obwohl Atteste der GRSK vorlagen, die HD (Hüftgelenksdysplasie) und auch ED (Ellbogendysplasie) bescheinigten? Haben Sie, neuer Interessent unserer Hunderasse, dann überhaupt noch Vertrauen? Wollen Sie dann noch einen weißen Schäferhund? Es lohnt sich – der WS ist kein Hund für Anfänger, doch wenn Sie Hundeerfahrung haben, ist er ein ganz besonderer Gefährte. Was aber, wenn die Rasse immer mehr wieder durch HD und ED belastet wird, weil es gewissenlose Hundezüchter gibt? Der Interessent und zukünftige Käufer hat es in der Hand. Lassen Sie sich Atteste vorlegen. Auch wenn dies für Züchter etwas arbeitsintensiver ist und natürlich auch noch kein Garant für den wirklich durch und durch gesunden Hund ist. Ein Züchter spielt Gott, ist es aber nicht. Bei der Anhäufung von falschen Informationen ist es kein Wunder, dass manche Erbkrankheit nicht dokumentiert ist. So verpaart mancher Tiere miteinander, die Träger von defekten Genen sind. Wie soll er es auch anders wissen, wenn ein Deckrüdenbesitzer es ihm nicht mitgeteilt hat? Es steht fest, dass die hier beschriebenen Fälle von HD- und ED-Fälschungen keine Einzelfälle sind. Es hätte jeder beteiligten Person freigestanden, einen Obergutachter zu bestellen. Statt dessen wurden jedoch die größeren Vorteile gesucht und schnell der Verein gewechselt. Die unverantwortlichsten Menschen sind natürlich die, die Hunde in die Zucht geben, deren Geschwister mit Herzfehlern u. Ä. belastet waren. Es werden Deckrüden angeboten (die bereits Würfe produziert haben), bei denen ein solcher Tatbestand vorlag. Dies geht eindeutig zu weit, das wird jeder einsehen. Trotzdem bieten die Besitzer das Tier weiterhin an. Das alles ist über einen allgemeinen Rassehundeverein oft möglich, leider. Und wenn manche versprengte Vereine noch so deutlich darauf hinweisen, dass sie Vereine für Weisse Schweizer Schäferhunde sind. Lassen Sie sich nicht blenden! Fragen Sie nach, ob der betreffende Verein nicht doch noch Mitglied in einem Verein für alle Hunderassen ist. Wenn dem so ist, wissen Sie, wen Sie vor sich haben. Es wurde schon so mancher Verein aus einer Notlage heraus verlassen, weil einzelne Menschen finanziell keine Basis mehr fanden. Diese haben dann mit einer Handvoll Mitglieder einen neuen Verein gegründet und versuchen von dort aus nun, ihre Kasse aufzubessern. Es ist kaum zu glauben, dass sie dort anders agieren als schon vorher, wo es noch bestimmte Vorgaben gab, die eingehalten werden mussten.

 

Was halten Sie, lieber Leser, zum Beispiel von Menschen, die als Hundezüchter in einem Verein Mitglied sind und in dem Moment aus einem Verein austreten, in dem sie mindestens eine bereits gedeckte Hündin zu Hause haben? Die betreffenden Würfe waren dem Verein schon angekündigt worden. Dann wird schnell in einen anderen Verein gewechselt. Dieser übernimmt dann flugs diese Züchter, ohne dass eine ordnungsgemäße Vorgehensweise stattfand. Der Verein in den die Betreffenden dann eintreten, hatte überhaupt keine Kontrolle, es war keine Anmeldung erfolgt, es wurde lediglich alles akzeptiert (unter dem Motto: „Wir machen das schon“). Wir haben uns immer dagegen gewehrt jemanden in unseren Verein aufzunehmen, der bereits gedeckte Hündinnen hatte und uns diese(n) Wurf/Würfe im wahrsten Sinne des Wortes unterschieben wollte. Wir haben deshalb vor langen Jahren schon einen Passus in unseren Zuchtrichtlinien aufgenommen, der genau dies verhindert. Es war uns immer gelungen, etwas derartiges nicht zuzulassen. Zumal natürlich auch über die Aufnahme eines neuen Mitgliedes abgestimmt werden muss. Dass es in der WS-Szene Leute gibt, die nicht an der Einhaltung von Regeln interessiert sind, ist klar. Mittlerweile lässt sich sagen, dass bestimmt die meisten von ihnen in Allgemeine Rassehundevereine abgewandert sind.

 

Dort holen sie sich ihre „Papiere“, dort machen sie ihre „Würfchen“ und bleiben unbehelligt. Der eine oder andere Hund bekommt seine Zuchttauglichkeit ohne große Anstrengung, oft auch in der heimischen Zuchtstätte, schnell abgelegt unter den jovialen Augen des Besitzers/Züchters. So etwas nennt sich „Gefälligkeits-ZTP“, früher heiß so etwas auch Vetternwirtschaft. Beides trifft zu. Zudem gibt es in wahrscheinlich den meisten Allgemeinen Rassehundevereinen immer noch die Möglichkeit, mit HD-leicht zu züchten. Das will niemand mehr, der sich einer ordentlichen Hundezucht verschrieben hat. Manch ein Verein hat auch Sonderregelungen, so genannte Ausnahmeregeln. Stellt jemand einen Antrag, so entscheidet der Zuchtwart, ob ein Hund mit HD-leicht doch in die Zucht kann. Und wenn der betreffende Verein tausendmal ein Verein für Weisse Schweizer Schäferhunde ist, so ist er doch einem Allgemeinen Rassehundeverein angeschlossen. So hat sich die Szene der weißen Schäferhunde in drei Teile gespalten. Die VDH-Vereine, die beiden Spezialvereine – und, weit abgeschlagen, die, die mit ihren WS-Vereinen in Allgemeine Rassehundevereine abgewandert sind. Das ist zum einen schade, zum andern ist es gut so. Warum? Man weiß sozusagen sofort, mit „wem“ man es zu tun hat. Wer einem Allgemeinen Rassehundeverein angehört, will ohnehin nur machen, was ihm in den Kram passt. Es werden Argumente für einen Austritt aus einem Spezialverein gesucht. In Wahrheit steckt jedoch hinter dem fliegenden Wechsel reine Profitgier. Vielleicht ab und zu auch „Machthunger“, Sucht nach „Ruhm“ und „Ehre“. Zwei Jahre lang wurde mit den übelsten Ausdrücken auf jene geschimpft, denen nun wieder gefolgt wird. Bestimmt werden dort auch wieder kleine Brötchen gebacken. Nun tut man sich zusammen mit denen, gegen die zwei Jahre lang intrigiert wurde. Wobei sich der eine oder andere vielleicht nicht klar ist, dass ihm oder ihr ohnehin nicht richtig getraut wird. Das wäre auch fatal, denn manch ein Individuum hat schon Homepages „gepflegt“, als webmaster agiert und kurz nach dem Ausspruch seiner Kündigung schnell noch Datenmüll fabriziert, eigenmächtig Änderungen vorgenommen und Informationen von der Vereins-Website genommen. Es wäre also gut, wenn der „neue“ Verein solchen Personen keine Schlüsselpositionen gibt, sonst blüht ihm das gleiche, wobei man immer auf alles gefasst sein muss und demzufolge schon vorher notwendige Sicherungen durchführt. Solche Personen gehen nicht nur auf solche Art und Weise vor, vereinsschädigend. Denn für sie zählt nur das Geld. Sie suchen immer nach Hintertürchen, durch die sie etwas abzweigen können. Der 1.WS e.V. Einheit möchte mit solchen Schädlingen wirklich nichts zu tun haben. Sie schaden dem Verein und gewiss auch der Rasse, das steht fest. Da ist auch noch die Motivation des einen Deckrüdenbesitzers, der allen anderen seine Rüden andient. Glauben Sie uns bitte, liebe Interessenten: Wer immer den gleichen Rüden für seine Zucht nimmt, hat schnell keine weiteren Möglichkeiten mehr. Es ist wichtig, auf die Vielfalt zu achten und vor allem darauf, dass nicht immer die gleichen Ahnen auftauchen – auch schon fünf oder sechs oder mehr Generationen vorher. Es mag zwar rein technisch eine populäre Sache sein, immer wieder die gleichen Nachkommen verschiedener Linien miteinander zu verpaaren (dadurch, dass heutzutage alles ausgereizt ist, wird dies sich auch leider ab und zu nicht vermeiden lassen). Unsere Empfehlung ist dies nicht, vor allem dann nicht, wenn ein Hundename immer wieder überall auftaucht. So ähnlich wie Moses Laczar von Tasz, der übrigens ein sehr schöner, aber auch sehr großer Hund war. Aber das war in den 80er und 90er Jahren, heutzutage gibt es da ganz andere Hunde. Diese gehen u.a. ebenfalls auf den guten Moses zurück. Nun, auch die Royals sind alle miteinander verwandt.Wohin das führt, ist bekannt.

 

Kämpfen Sie mit uns für eine saubere Zucht. Gegen die Verschleierung von Erbfehlern. Gegen die gewissenlose Vermehrung. Die Weissen Schweizer Schäferhunde brauchen neue Ideen, neue Horizonte, neue Köpfe, die nicht so festgefahren sind. Ein frischer Wind muss aufkommen, sonst wird immer mehr Schindluder mit den Hunden getrieben. Schließen Sie sich uns an. Doch bitte nur, wenn Sie mit unseren Vorgaben und unseren Zielen einverstanden sind. Wenn Sie bereit sind mitzuarbeiten. Es lohnt sich. (Mitgliedantrag zum Download)