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                         Verein für Weisse Schweizer Schäferhunde - Berger Blanc Suisse

LOBO WHITE BURCH
1966 erwarb Frau Agatha Burch, eine Schweizer Staatsbürgerin, die in den USA lebte, von einem Züchter den Rüden             LOBO WHITE BURCH.

LOBO WHITE BURCH

Burch nahm 1967 ihren Rüden mit in die Schweiz. Als Lobo 4 Jahre alt war, begann sie, ihn unter Anleitung erfahrener Hundezüchter auszubilden, er wurde im Verlauf von 2 Jahren erfolgreich zu allem ausgebildet, was seinerzeit möglich war.

 Agatha Burch erstand eine Weiße Schäferhündin aus England, die den Namen WHITE LILAC OF BLINKBONNY hatte. Aus dem ersten Wurf dieser beiden Hunde erstand Kurt Kron aus der Schweiz eine Hündin, mit der er auch die Zucht von Weißen Schäferhunden aufnahm. Kron importierte aus Dänemark einen Weißen Schäferhund-Rüden, der den Namen KOKES MAHALO hatte. Der Grundstein war gelegt. Das Züchten von Weißen Schäferhunden wurde in Hundesportlerkreisen nicht gern gesehen, so hatten immer wieder Begeisterte mit vielen Problemen zu kämpfen. 1980 erwarb Martin Faustmann aus Deutschland den Rüden Champion von Kron ( Vater: Kokes Mahalo, Mutter: Shangrila’s Sweetygirl, eine Tochter von LOBO ). Am 12.06.1981 fiel der erste Wurf ( A-Wurf ) im ZWINGER VON RONANKE. Damit war auch ein Grundstein für Deutschland gelegt.

 

 

Es ist schon bemerkenswert, was alles so zutage kommt, sammelt man Zuchtbücher, Körbucher und sonstige Literatur über den Deutschen Schäferhund bis 1932. Das in frühen Jahren weiße Schäferhunde ins Zuchtbuch des SV eingetragen wurden, ist mittlerweile fast überall bekannt. Es gab allerdings Stimmen, die den Nationalsozialisten auch noch die Ausmerzung der Farbe weiß beim SV in die Schuhe schieben wollten. Mir war immer schon klar, dass dies eine Strömung war, die auch schon vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten ihre Jünger hatte. Mir liegen SV-Zeitungen aus den 20er Jahren vor, in denen Leserbriefe veröffentlicht sind, die sich gegen (und auch für) eine Zucht mit weißen Schäferhunden richten. Also mußte es Beweise dafür geben, das die Farbe weiß schon vor 1932 aus dem Standard gestrichen wurde. Ich möchte dem interessierten Leser den an dieser Stelle zitierten Auszug aus dem Körbuch von 1931 deshalb nicht vorenthalten, die die Farbe weiß betreffenden Stellen sind andersfarbig gekennzeichnet.
Herzlichst ihre 1.WS e.V. Einheit-Geschäftsstelle
Brigitte Toll

 

 

AUSZUG AUS DEM KÖRBUCH FÜR DEUTSCHE SCHÄFERHUNDE BAND X - Herbst 1931

Auszug aus: "Die Rassezeichen für deutsche Schäferhunde":

unter

9. Farbe: Schwarz, eisengrau, aschgrau, rotgelb, rotbraun, entweder einfarbig oder mit regelmäßigen rotbraunen bis weißgrauen Abzeichen, gelbe auch mit schwarzem Sattel; rein weiß nur bei zotthaarigen "Altdeutschen", selten weiß mit dunklen Platten gemischt (Blau-, Rotschimmel usw.), zumeist dunkelgewolkt (schwarzer Anflug auf grauem, gelbem, rotgelbem oder lichtbraunem Grunde mit den entsprechenden helleren Abzeichen), die sogenannte Wolfsfärbung, die Urfärbung des Wildhundes. Weisse Abzeichen an Brust und Läufen erlaubt).
Das Grundhaar, die Unterwolle, ist, ausser bei schwarzen Hunden, immer licht gefärbt. Die entgültige Färbung der Welpen ist erst nach Durchbruch des Deckhaares bestimmbar.


10. Behaarung: Lediglich nach der Behaarung werden nachstehende drei Schläge deutscher Schäferhunde unterschieden:
a) der s t o c k h a a r i g e deutsche Schäferhund,
b) der r a u h- oder d r a h t h a a r i g e deutsche Schäferhund,
c) der z o t t haarige deutsche Schäferhunde.
Allen drei Schlägen ist ein dichtes, enggeschlossenes G r u n d h a a r (Unterwolle) eigentümlich; diesem verdankt der Schäferhund seine Wetterfestigkeit.


a) Der s t o c k h a a r i g e deutsche Schäferhund,
Deckhaar möglichst dicht. Das einzelne Haar gerade, harsch und fest anliegend, Kopf, einschließlich des Ohrinnern, Vorderseite der Läufe, Pfoten und Zehen kurz, Hals länger und stärker behaart. An der Rückseite der Vorder- und Hinterläufe verlängert sich das Haar bis zur Vorderfußwurzel oder bis zum Sprunggelenk, bildet an den Keulen mäßige Hosen. DIe Länge des Haares ist verschieden; auch finden sich infolge der verschiedenen Haarlängen reichlich Zwischenformen. Zu kurze Behaarung ist fehlerhaft, zu lange (Langstockhaar) wirkt als Schmutzfänger und entbehrt bei welcher Beschaffenheit nicht selten der Unterwolle.


b) Der r a u h- oder d r a h t h a a r i g e deutsche Schäferhund.
Dieser Schlag findet sich nur selten, zumeist auch nicht in wünschenswerter Haarreinheit. Im allgemeinen ist die Behaarung kürzer als beim stockhaarigen Hunde. Die dort kurz behaarten Teile, also Kopf und Läufe, sind beim rauhhaarigen Hunde aber mit, wenn auch etwas kürzerem, Drahthaar besetzt. Solches Haar bildet auch an den Lippen und über den Augen mehr oder minder stark entwickelten Bart und Augenbrauen. Das einzelne Haar soll sehr straff, hart und drahtig azufühlen sein wie beim rauhhaarigen deutschen Pinscher; die Rute ohne Fahne. Im übrigen entspricht der rauhaarige Hund im Bau druchaus dem stockhaarigen; doch erscheint der Fang etwas breiter und kräftiger.


c) Der z o t t h a a r i g e deutsche Schäferhund (Altdeutscher Schäferhund).
Auch diese Form ist nicht mehr häufig, doch in Süddeutschland und im Osten als Gebrauchshund noch zu finden. In der Regel aber als Kreuzung zwischen zott- und stockhaarigen Hunden, seltener der reinen Form des sogenannten "altdeutschen" Schäferhundes entsprechend. Sie hat dichtes, langgewelltes, rauch anzufühlendes Haar. Das Kopfhaar fällt, die Augen teilweise überdeckend, nach den Seiten ab und bildet einen die Schnauze bekleidenden Lippen- und Knebelbart. Die Pfoten sind hier gleichfalls lang behaart; die Rute trägt die Fahne. Die Ohren sind in Süddeutschland zumeist mittellange Hängeohren. In Norddeutschland, besonders in Hannover und im Braunschweigischen, finden sich vereinzelt auch
zotthaarige Hunde mit Stehohren; sie sind meist von reinweißer Farbe. Unter diesen im Volksmund auch "Schäferpudel" genannten Altdeutschen Norddeutschlands - von Ostpreußen bis zum Rhein - fallen gelegentlich auch solche mit angewellten, natürlichen Stummelruten (Mutzschwanz).


I I. Fehlerhaft: Alle G e b r a u c h, A u s d a u e r und L e i s t u n g s f ä h i g k e i t   b e e i n f l u s s e n d e n  M ä n g e l, im besonderen dem G e s c h l e c h t  n i c h t  e n t s p r e c h e n d e s   G e p r ä g e und s c h ä f e r h u n d w i d r i g e s Wesen: wie Teilnahmslosigkeit, Nervenschwäche oder Überreizung, Scheuheit. Dann ein- oder doppelseitiger Kryptorchismus, die beide von Ankörung, auch Ausstellungsbewertung ausschließen, mangelnde Lebenskraft und Arbeitsfreudigkeit, welche oder schwammige Konstitution und Gehaltmangel, stärkere Farbenverblassung. Albinotische Hunde (d.h. Kakerlaken mit völligem Pigmentmangel, wie rote Nasenkuppe usw.) dürfen ebensowenig angekört oder auf Ausstellungen bewertet werden wie Weißlinge (d.h. nahezu bis reinweiße Hunde mit schwarzer Nasenkuppe); ausgenommen sind hier die zotthaarigen Altdeutschen, s. Ziffer 10c. Ferner im einzelnen: Maßüberschreitungen wie Krümmerformen, hochläufige und zu kurze Gesamterscheinung; zu leichter oder zu plumper Bau; weicher Rücken; steile Stellung der Gliedmassen, sowie alle die Räumigkeit und Ausdauer des Gangwerkes beeinträchtigenden Punkte; weiter zu kurzer, stumpfer, zu schwacher spitziger oder überstreckter kraftloser Fang; Vor- oder Überbeißen oder andere Gebißmängel, namentlich schwaches oder angegriffenes Gebiß. schliesslich Mängel nebensächlicher Art: zu weiche oder zu kurze Behaarung und fehlendes Grundhaar (Unterwolle); plumper oder der Tiefe entbehrender Schädelbau; gespreizte und - außer bei Zotthaarigen - zu lang behaarte Pfoten; hängende - außer bei zotthaarigen Altdeutschen - und dauernd schlecht getragene Ohren; gerollte, geringelte, wie überhaupt schlecht gehaltene Rute; gestutzte Ohren und Ruten, angewelfte Stummelrute.

 

 

Verein für Weisse Schweizer Schäferhunde - Berger Blanc Suisse